| Der Forscher Ulrich Jasper Seetzen. Von Jever in den Jemen (1802-1811). - Am 13. Juni 1802 bricht der Arzt U.J. Seetzen zu einer Reise auf, die ihn über den Vorderen Orient und Arabien nach Afrika führen soll.
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| Shimbam, Sultanspalast (Süd-Jemen um 1930). |
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Es ist eine Zeit des Aufbruchs in ferne Länder und Kulturwelten, in der Ulrich Jasper Seetzen aufwächst. Der 1767 im Jeverland geborene Sohn eines Landwirts erhält schon während seines Studiums der Medizin und Naturwissenschaften viele Anregungen zu naturwissenschaftlichen und mineralogischen Themen. Er unternimmt Reisen in Europa und verfolgt mit Interesse die Expeditionen Carsten Niebuhrs und seines Studienfreundes Alexander von Humboldt. 1802 bricht Seetzen gut vorbereitet und vom Herzog von Gotha unterstützt zu einer großen Forschungsreise in den Vorderen Orient und nach Afrika auf. Die wichtigsten Station seinen Reise sind Konstantinopel, Syrien, Palästina und Kairo, wo er sich zwei Jahre aufhält und eine reiche Sammlung an Handschriften zusammenträgt bevor er über Mekka
und Medina in den Jemen weitereist. Dort fällt er einem Mordanschlag zum Opfer. Seine Reise und die Ergebnisse mündeten in das ab 1854 posthum in vier Bänden herausgegebene Werk "Ulrich Jasper Seetzen's Reisen durch Syrien, Palästina, Phönicien, die Transjordan-Länder, Arabia Petraea und Unter-Ägypten". Hrsg. und commentirt von Professor Dr. Fr. Kruse, in Verbindung mit Prof. Dr. Hinrichs, Dr. G. Fr. Hermann Müller und mehreren andern Gelehrten. 4 Vol. Berlin (G. Reimer) 1854-59. - Der weitere Herausgeber war der Orientalist Heinrich Leberecht Fleischer (1801-1888). Von besonderer Bedeutung ist dabei - neben dem Gesamtwerk - der vierte Band, der als Kommentarband die Arbeit mit dem Hauptwerk erleichtert, insbesondere korrigiert er die Schriftweisen der arabischen Ortsnamen. In der Ausstellung werden einige Dokumente zum Leben des Forschers, Sammlungsobjekte aus Gotha und zeitgenössische Illustrationen seines Reiseweges gezeigt. » Begleitpublikation bei Amazon.de bestellen |