Informationsportal rund um die arabische Welt von Nordafrika über die Länder des fruchtbaren Halbmonds bis an den Golf und nach Zentralasien

Sie sind hier: Home - Ausstellungen

Tourismus und Reisen
Kunst und Kultur
Literatur, Fach- und Sachbücher, Reiseführer, Buchtipps und Themendossiers
Arabic-Music.de / Arabische-Musik.de
Ausstellungen zu Afrika und Asien (Schwerpunkt Nordafrika und Naher- bzw. Mittlerer Osten)
Aktuelle Informationen und News
Termine (Ausstellungen, Kongresse, TV)
Wirtschaft
Service: Links, Postkarten, Newsletter, Kontakt
Suche
Kontakt / eMail
Mehr Informationen zum Thema

Der Fotograf Antoin Sevruguin und sein Bild Persiens

Pierre Loti: Nach Isfahan

Artikel empfehlen

IRAN

7000 Jahre persische Kunst

Zum ersten Mal nach der iranischen Revolution werden die Schätze des Iranischen Nationalmuseums in Teheran im Ausland gezeigt.

Reliefkopf eines bärtigen Mannes, Persepolis.
© Kunsthistorisches Museum Wien

Reliefkopf eines bärtigen Mannes, Persepolis. Zeit des Darius (522-486 v. Chr.).

Nachdem es seit mehr als einem Viertel Jahrhundert weder in Europa noch in den USA eine Ausstellung mit prähistorischer antiker und islamischer Kunst aus dem Iran gab präsentiert das Kunsthistorische Museum Wien und danach die Bundeskunsthalle in Bonn der Öffentlichkeit Kulturgüter dortiger Museen, die sonst bestenfalls nur einigen Fachgelehrten zugänglich wären.

Zum ersten Mal nach der iranischen Revolution werden die Schätze des Iranischen Nationalmuseums in Teheran im Ausland gezeigt. Von den 180 Meisterwerken waren viele noch nie in einer Ausstellung zu sehen. Die Schau gibt einen Überblick über die Archäologie Persiens vom frühen 7. Jahrtausend bis in das 11. nachchristliche Jahrhundert, in die frühislamische Zeit.

Als ein besonderer Höhepunkt der Ausstellung darf sicherlich die prähistorische Keramik Irans gelten, die ein ebenso vielfältiges wie faszinierendes Spektrum des frühen künstlerischen Schaffens in der Region dokumentiert.

Ein weiteres Glanzlicht stellen prunkvollen Gold- und Silbergefäße der achaimenidischen Großkönige (558 - 338 v. Chr.) dar, die in ihren Palästen in Susa und Persepolis als Herren des ersten Weltreiches der Geschichte unermessliche Reichtümer versammelten.

Porträtkopf eines Königs. Shami (Khuzistan, Südwest-Iran).
© Kunsthistorisches Museum Wien

Porträtkopf eines Königs. Shami (Khuzistan, Südwest-Iran). 2. Hälfte 2 Jhr. v. Chr. Bronze.

Griechische Einflüsse im künstlerischen Schaffen Irans gewinnen im Zuge der Eroberung Persiens durch Alexander den Großen und den nachfolgenden seleukidischen Königen zunehmend an Einfluss.

Diesen Einflüssen konnte sich in Folge auch die iranische Herrscherdynastie der Arsakiden (247 - 224. n. Chr.) nicht verschließen. Gerade aber aus dieser Periode der iranischen Kunstgeschichte ist es gelungen eine bisher noch nie gezeigte Auswahl an Skulpturen, Keramik und Glas zusammenzustellen.

Eine Rückbesinnung auf traditionelle iranische Werte erfolgte mit dem Herrschaftsantritt der Sasaniden (224 - 651 n. Chr.), mit einer nahezu bruchlosen Überleitung von der Antike in das Mittelalter. Die sasanidische Kunst mit ihrer reichen Formen- und Bildsprache ist auch noch in der Kunst der arabischen Eroberer gegenwärtig.

Erstmals zeigt die Ausstellung Elemente verschwenderischer Stuckdekorationen sasanidischer Paläste aus einem Herrenhaus im Südiran. Den Abschluss der Schau bildet die frühislamische Periode mit Silber-, Keramik- und Glasgefäßen.

Diese spiegeln nicht nur den noch ungebrochenen sasanidischen Einfluss, sondern zeigen insbesondere auch neue Elemente in Form und Dekor auf, die schließlich in eigene islamische Bildsprache mündeten.

Informationen, Reise- und Buchtipps zur arabischen Welt von Magreb über Maschreq bis an den Persischen Golf
Länderlexikon
Termine

Bundeskunsthalle Bonn
verlängert bis 26. Mai 2002

Katalog: € 25,-

parallel in Bonn: Das Volk der 1000 Götter - Die Hethiter. Die Kunst Anatoliens im 2. und im 1. Jahrhundert v. Chr.
18. Januar 2002 bis 09. Juni 2002.

www.bundes-
kunsthalle.de
zur Homepage der Ausstellung
Buchtipp

Gerhard Schweizer: Iran. Drehscheibe zwischen Ost und West.
8°. 4. aktual. Neuaufl. 470 S., Geb. Klett-Cotta, Stgt. 2000.

"(...) das flüssig und leichtverständlich geschriebene Buch (...) kann man jedem, der sich umfassend über die Hintergründe der (...) Entwicklung im Nahen Osten informieren will, nur empfehlen." Peter Grubbe (Die Zeit)

bestellen Buchtipp bestellen
Linktipp

Antiquarische Bücher und historische Reiseberichte rund um Persien

justbooks.de weiter