| Sevruguin dokumentierte, sowohl in seinem Teheraner Fotostudie als auch auf seinen Reisen durch das Land, alle Aspekte Irans Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts. - Zu einer Zeit der neueren iranischen Geschichte als Vergangenheit und Zukunft nebeneinander noch nie so deutlich sichtbar waren.
Antoin Sevruguin's - Kind armenischer Eltern, die das heutige Georgien verließen, nachdem der Vater einen Posten an der russischen Botschaft antrat - wurde Ende der dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts in der iranische Hauptstadt Teheran geboren. Sevruguin gewann rasch das Vertrauen der beiden einflussreichsten Regenten der Qajar-Dynastie (1785-1925). Insbesondere Nasir ad-Din Shah förderte ihn und die Fotografie in Iran, indem er, bei seinen drei Auslandsreisen nach Europa, Fotografen in den Iran einlud. Sowohl in seinem Teheraner Studio als auch auf seinen ausgedehnten Reisen durch das Land dokumentierte er alle Aspekte Irans angefangen von intimen Aufnahmen des Schahs über beeinduckende Landschaftaufnahmen bis hin zur
ethnographischen Fotografie. Unglücklicher Weise sind eine Vielzahl seiner Fotografien während der politischen Umwälzungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts verloren gegangen. - Der weitaus größere Teil befindet sich heute in einigen westlichen Sammlungen. In dem großzügig bebilderten Begleitband unternehmen fünf hochrangige Autoren und Wissenschaftler den Versuch Leben, Werk und Wirkung Sevruguins neu zu entdecken. "Sevruguin and the Persian Image" enthält darüber hinaus eine Sammlung der wichtigsten erhalten gebliebenen Arbeiten, die - insbesondere durch Licht, Komposition und der eigenen Entwicklung des Fotografen - einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Fotografie leisteten. - Eine Hommage an den kreativsten und produktivsten Fotografen Irans Ende des 19.
Jahrhunderts. Frederick N. Bohrer (Hrsg.): Sevruguin and the Persian Image:
Photographs of Iran, 1870 - 1930.
8°. 124 S., 79 Duoton-Abb. OKart.
University of Washington Press 1999. » bei Amazon.de bestellen |