| "Nicht zuletzt freue ich mich darüber, die große Dankbarkeit zu erwähnen, die ich meiner Frau gegenüber empfinde, die eine unermüdliche und anregende Helferin war und die mich während mehr als 30 Jahren sowohl auf den Ausgrabungen als auch auf den Surveys begleitet hat." - Max Mallown über Agatha Christie in der Einleitung zu "Nimrud and its Remains."
Hercule Poirot, die schrullige Miss Marple ... Figuren einer Autorin die auf den ersten Blick so rein gar nichts mit dem Orient zu tun haben. Doch tatsächlich hielt sich deren Schöpferin nahezu dreißig Jahre (von 1928 - 1958) im Nahen Osten als stete Begleiterin ihres Mannes und Archäologen Max Mallown auf. Sie nahm an den Grabungen ihres Mannes teil, indem sie anfänglich Grabungsphotographien entwickelte und später auch die Aufnahmen selbst machte. Des weiteren unterstützte sie die Teams bei der Konservierung der Fundstücke und schließlich auch finanziell indem sie die Tantiemen ganzer Bücher für die Grabungen bereitstellte. Die Buchbeiträge des prächtigen Katalogbandes gehen über die biographische Analyse weit hinaus. Im Abschnitt "Archäologie"
behandelt z.B. Renate Gut "Ninive", David und Joan Oates " Tell Brak" und John Curtis "Nimrud". Im Bereich "Reisen" schildert Axel Heimsoth Christies Reisen in den Vorderen Orient, Tom Stern vollzieht in seiner Beschreibung die Reisen 70 Jahre nach Christie und Reinhold Schiffer stellt Christie in der Tradition britischer Orientreisen und -reisender dar. Im letzen Abschnitt "Filme" stellt Tom Stern das hinterlassene Filmmaterial detailliert vor. Besondere Bedeutung dürfte dieses wohl auch deshalb erlangen da es sich im Bereich des (Nord-) Irak und Syriens um eine der ersten Farbfilm-Aufnahmen handeln dürfte. Charlotte Trümpler: Agatha Christie und der Orient.
Kriminalistik und Archäologie.
8°. 476 S., OKart. zahlr. z.T. ganzs. farb-. u. s/w-Abb.
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