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Dossier «Islamismus»

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Bassam Tibi: Kreuzzug und Djihad. Der Islam und die christliche Welt

Der gegenwärtige Zivilisationskonflikt wird von Islamisten unter Rückgriff auf ein jahrtausendealtes Erbe als Djihad gegen den Kreuzzug der westlichen Werte geführt.

Bassam Tibi: Kreuzzug und Djihad. Der Islam und die christliche Welt.

Bassam Tibi: Kreuzzug und Djihad. Der Islam und die christliche Welt.

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Um zu einem umfassenden Kulturdialog als Friedensdialog zwischen Islam und Christentum zu gelangen, ist es notwendig, daß Kreuzzug und Djihad historisch aufgearbeitet und dann im Rahmen eines Friedensfestes der Zivilisationen gemeinsam begraben werden. Bassam Tibi leistet mit diesem Buch seinen Beitrag dazu und begreift jenseits der aktuellen Aufgeregtheiten die beiden Weltreligionen als komplementäre Zivilisationen, die einander bedürfen.

Erst in den letzten Jahrzehnten ist der Islam wieder in das aktuelle Bewußtsein der westlichen Zivilisation getreten, wenn auch lediglich als gleichsam tagespolitische Angelegenheit. Dabei verbindet Christentum und Islam seit weit über einem Jahrtausend eine ineinander verwobene Geschichte, die von gegenseitiger Faszination und Gefahren der Bedrohung gleichermaßen geprägt ist.

Das konfliktbeladene Verhältnis zwischen den beiden Weltreligionen in der Gegenwart ist nicht zu verstehen ohne seine Vorgeschichte von Djihad und Kreuzzug - als ihrem jeweiligen Ausdruck zur Durchsetzung universeller Geltungsansprüche. Bassam Tibi spürt den bis ins siebte Jahrhundert zurückreichenden Wurzeln dieser Beziehung nach, stellt die wechselseitigen Missionierungs- und Eroberungsfeldzüge eingehend dar, aber auch die Phasen kultureller Befruchtung, so, wenn der islamische Rationalismus den Westeuropäern ihr altgriechisches Erbe wieder neu vermittelte.

Der Übergang zum neuen Millennium stand leider noch immer, jetzt im Gewand von Euro-Arroganz auf der einen und religiösem Fundamentalismus sowie zunehmender Migration nach Europa auf der anderen Seite, im Zeichen von Kreuzzugs- und Djihad-Weltanschauung. Der Verzicht darauf ist die Voraussetzung für Dialog und Verständigung zwischen den beiden Zivilisationen, wofür dieses Buch auf der Basis einer internationalen Moralität plädiert.

Bassam Tibi, 1944 in Damaskus geboren, studierte Sozialwissenschaften, Philosophie und Geschichte in Frankfurt/Main und ist heute Professor für Internationale Beziehungen an der Universität Göttingen sowie seit 1998 Bosch-Forschungsprofessor an der Harvard University. Seit den achtziger Jahren Gastprofessuren und Vortragsreisen, vor allem in Asien und Afrika, sowie Fellowships in den USA (u.a. in Princeton, Berkeley, Washington/DC und Ann Arbor).

Bassam Tibi: Kreuzzug und Djihad.
Der Islam und die christliche Welt.
8°. 319 S., Geb. Bertelsmann Vlg., München 1999.

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Bassam Tibi: Die neue Weltunordnung. Westliche Dominanz und islamischer Fundamen-
talismus.
8°. 440 S., Pp. Ullstein TB-Vlg., Bln. 2001.

Bassam Tibi: Die neue Weltunordnung

Zwei Zivi-
lisationen erheben heute An-
spruch auf Weltgeltung: der Westen und der Islam. Ist der vielbeschworene 'Kampf der Kulturen' unvermeidlich? Der Islam-Experte Bassam Tibi empfiehlt dem Westen eine differenzierte, auf Bedrohung und Bevormundung verzichtende Politik gegenüber der islamischen Welt. Nur so könne der Fundamentalismus zurückgedrängt und ein kulturüber-
greifender Dialog in Gang gesetzt werden.

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