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Musik aus Ägypten

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NOBELPREISTRÄGER FÜR LITERATUR

Nagib Machfus

Nagib Machfus' Werke - übrigens einziger Literatur-Nobelpreisträger aus der arabischen Welt - seien es seine Bücher, Verfilmungen oder die regelmäßig erscheinenden Leitartikel in al-Ahram beruhen auf einem Realismus, der dazu führt, dass er überall in Ägypten bekannt ist.

Nagib Machfus

© Unionsverlag

Nagib Machfus

Er behandelt Themen, die das Land seit Jahrzehnten beschäftigt: britisches Mandat, Revolution und die Zeit Nassers, den Nahost-Konflikt, Islam und Fundamentalismus, die Lage der Frau oder den Generationenwechsel in seiner "Kairoer Triologie".

"Mahfus vertritt die postkoloniale Welt, die Welt Altägyptens und des überlieferten Afrikas, die von Elend und Glanz der ausländischen Besatzung geprägt sind (...). Aber sein Werk umfasst die entgegengesetzten Pole der gegenwärtigen Welt: das Engagement und die Entfremdung, die ganz sicher einmal als Merkmale unseres Jahrhunderts angesehen werden." - Nadine Gordimer. In: Schreiben und Sein.

Die wichtigsten Werke Nagib Machfus in deutschen Übersetzungen:

Der letzte Tag des Präsidenten.
8°. 117 S. Geb. Unionsverlag. Zürich 2001.

In den Cafés, wo die alten Nasseristen sich versammeln, brodelt es. Das neue Regime unter Sadat hat die Geschäftemacher und Karrieristen an die Macht gebracht. Seit der großen "Wende" verdienen nicht einmal die genug, die sich an zwei Jobs abrackern. Randa und Alwan sind seit Jahren verlobt und werden nie genug sparen können um zu heiraten. Zermürbt und verzweifelt trennen sie sich und suchen das Glück auf eigene Faust. An der großen Siegesparade zum Jahrestag des Oktoberkriegs sitzt das ganze Land vor dem Radio. Es fallen Schüsse - der Präsident ist ermordet worden. Dieses Ereigniss findet seinen tragischen Widerhall im Leben der beiden Liebenden. Dieser Roman ist einer der jüngsten von Nagib Machfus. Mit höchster Konzentration und Dichte zeichnet er das Lebensgefühl der Ära Sadat.

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Anfang und Ende.
8°. 378 S. Geb. Unionsverlag. Zürich 2000.

Eines Morgens werden die beiden Söhne aus der Schule gerufen: Der Vater ist tot. Er wurde mitten aus dem Leben gerissen, sein Tod bringt die Familie an den Rand des Abgrunds. Er hinterlässt nichts außer etwas Geld im Portmonnaie, ein paar Möbel und einer lächerlichen Pension. Wie aber soll die Mutter ihre 4 Kinder durchbringen? Mit Energie und Entschiedenheit nimmt sie die Zügel in die Hand, doch jedes Kind wird seinen eigenen Weg gehen ...

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Die Nacht der Tausend Nächte.
8°. 249 S. TB. Unionsverlag. Zürich. 1998.

Wo "Tausendundeine Nacht" endet, erzählt Nagib Machfus weiter: Von der Wandlung des grausamen Sultans und vom Widerwillen Sherazades gegen ihren blutbefleckten Gatten. Von Geistern und Dämonen, Abenteurern und Wundern, von Aufrührern, Weisen und Narren. Von den Liebenden, die nicht glücklich werden können un einer Welt, in der der Donner lauter grollt als die Tauben gurren.

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Echnaton. Der in der Wahrheit lebt.
8°. 192 S., TB. Unionsverlag. Zürich 2001.

Jahrzehnte nach Echnatons Tod geht der junge Historiker Merimun auf die Suche nach der Wahrheit um das rätselhafte Pharaonenpaar, die von einem Schleier aus Verleumdung und Vergessen verborgen wird.

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Ein ehrenwerter Herr.
1999 S. TB. Unionsverlag. Zürich 1998.

Er, Held- und Antiheld, im vorgerückten Alter, steckte aber gerade erst mal in der dritten Beförderungsstufe. War das der Lohn für seine übermenschliche Anstrengung und aufopferungsvolle Hingabe für die ägyptische Bürokratie?

Sah denn niemand, dass er der Inbegriff des erfahrenen, in Theorie und Praxis beschlagenen Staatsdieners war? Ein solch brillanter Erfahrungsschatz wurde auf den Platz des zweiten Stellvertreters beschieden, unnütz verschleudert wie eine Fünfhundert-Watt-Birne auf dem Klo einer Dorfmoschee.

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Das Lied der Bettler.
8°. 509 S. TB. Unionsverlag. Zürich 1998.

Machfus schildert die zeitlich nicht festgelegte Geschichte eines arabischen Stadtviertels über zehn Generationen hinweg, die mit der Gründung desselben durch einen Ahnherrn beginnt, der im Laufe des Romans zu einer mythischen Person wird. Der Ahnherr Aschur an-Nagi, ein Findelkind, das von einem blinden Scheich neben dem Sufikkloster gefunden wird, "gründet" das Viertel, indem er als einziger eine Choleraepidemie überlebt. In immer neuen Variationen entfaltet Machfus in den folgenden Kapiteln den Schrecken der Verhältnisse und der Ungerechtigkeit: Geschwistermord, politische Intrigen, Korruption, Beseitigung missliebiger Zeugen und eine zur privilegierten Mafiagesellschaft verkommene Schutztruppe sind im Viertel an der Tagesordnung. Dieser Verfall der Sitten trifft vor allem die arme Bevölkerung, die ihre einzige Hoffnung bald nur noch an legendenhafte Mythen Aschurs knüpft.

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Mein Ägypten.
8°. 133 S. Pp. Rotbuch Verlag. Hamburg 1998.

Endlose Gespräche bilden die Grundlage für dieses Buch, in dem Machfus von seiner Kindheit und seinem Stadtviertel, von seiner Familie und seinen Freunden, von der Geschichte und den Problemen der Gegenwart erzählt.

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Die Midaq- Gasse.
8°. 353 S. TB. Unionsverlag. Zürich 1997.

Onkel Kamil, der Bonbonverkäufer, al-Hilu mit seinem Friseursalon, der alte Dichter, den keiner mehr hören will, seit es das Radio gibt - jeder sucht seinen eigenen Weg in die Zukunft. Umm Hamida, wandelndes Lexikon aller Missetaten, hat täglich mehr zu erzählen über die Geheimnisse der Gasse, die wohl mal zu den bedeutensten Kairos zählte.

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Die Spur.
8°. 188 S. TB. Unionsverlag. Zürich 1997.

In diesem 1964 entstandenen Roman schildert Nagib Machfus die Suche des jungen Sabir nach seinem unbekannten Vater. Seine Nachforschungen führen ihn nach Alexandria und Kairo, wo er mit allen Schichten der ägyptischen Gesellschaft konfrontiert wird.

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Echo meines Lebens.
8°. 142 S. Geb. Unionsverlag. Zürich 1997

Das Echo dieses Lebens zeigt einmal mehr, daß Machfus nicht nur ein grandioser Geschichtenerzähler ist, sondern ein heiterer Philosoph, der mit einem lachenden, aber auch scharfen Auge von den Verwirrungen im Leben schreibt, vom Alter, Tod und der Vergänglichkeit des Glücks.

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Zwischen den Palästen. Kairoer Trilogie I.
8°. 686 S. TB. Unionsverlag. Zürich 1996.

Über drei Generationen und drei Jahrzehnte hinweg verfolgt diese Trilogie das Leben einer Kairoer Kaufmannsfamilie.

Der vorliegende erste Teil befaßt sich mit der Person des Abd al-Gawwad. Dieser wird geliebt und gefürchtet zugleich, strotzt vor Vitalität und Lebenslust, ist ein geistreicher Unterhalter, ein Kunstkenner und nicht zuletzt ein Liebhaber schöner Frauen. Wenn er jedoch die Treppen zu seinem Palast hinaufsteigt, verwandelt er sich in einen gnadenlosen Patriarchen.

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Palast der Sehnsucht. Kairoer Trilogie II.
8°. 625 S. Unionsverlag. Zürich 1996.

"Nirgends zuvor hat sich ein arabischer Autor mit soviel Selbstironie an Sentimentales gewagt, mit soviel Augenzwinkern und derber Komik Lust und Gier beschrieben." - Berliner Zeitung.

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Zuckergäßchen. Kairoer Trilogie III.
8°. 435 S. Unionsverlag. Zürich 1996.

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Die Kinder unseres Viertels.
8°. 571 S. Unionsverlag. Zürich 1995.

Für mich sind »Die Kinder unseres Viertels« das fesselndste Buch von Nagib Machfus. Die Themenwahl charakterisiert den Autor: Kairo ist seine Heimat, die er kaum je verlassen hat. Aber er vermag zu zeigen, daß die Bedürfnisse, Konflikte, Sehnsüchte der Menschen in Kairo die aller Menschen sind." - Fritz Steppat. In: Frankfurter Rundschau, 10. Dezember 1988.

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Buchtipp

Georg Kürzinger, Nagib Machfus: Das Ägypten des Nagib Machfus.
Gr. 8°. 125 S. zahlr. z.T. ganzs. Abb. Ars Vivendi, Cadolzburg 2001.

Georg Kürzinger, Nagib Machfus: Das Ägypten des Nagib Machfus.

Georg Kürzinger, geboren 1957, arbeitet als Foto-
journalist für Zeitschriften und Buchverlage. Er veröffentlichte zahlreiche Bildbände, darunter "Die Wüste Gobi", "Der Nil" und "Land am Kilimandscharo" in der Reihe "Begegnung mit dem Horizont".

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Nagib Machfus: Die Kairo Trilogie.
8° 3 Bde. in Kasette. 686 S. Pp. Unionsverlag, Zürich 2001.

Nagib Machfus: Die Kairo Trilogie.

Über drei Gener-
ationen und drei Jahr-
zehnte hinweg verfolgt diese Trilogie das Leben einer Kairoer Kaufmannsfamilie. Nagib Machfus, geboren 1911, ist einer der bedeutendsten arabischen Autoren der Gegenwart. 1988 wurde ihm der Nobelpreis verliehen.

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