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Republik Sudan
Jumhuriyat as-Sudan
unabhängig seit dem 01.01.1956
Fläche: 2,5 Mio. qkm - Einwohner: ca. 30 Mio.
Hauptstadt: Khartum - Einwohner: ca. 4 Mio.
Währung: 1 DM = 120 sudan. Pfund
10 sudan. Pfund = 1 Dinar Zwischen dem 3. und 4. Nil-Katarakt entstand vermutlich schon im Altertum ein eigenständiges Staatswesen, das von den Ägyptern als Kusch, von den Christen als Äthiopien bezeichnet wurde. Die entlang dem Niltal bis Khartum errichteten Königreiche kommen über Ägypten mit der Zivilisation des Mittelmeers in Berührung. Bis zum 4. Jhd. n. Chr. existierte auf dem Gebiet des heutigen Sudan das im 7 Jhd. v. Chr. - unter der 25. Dynastie - sein Herrschaftsgebiet bis nach Ägypten ausdehnte und um die Jahrtausendwende war Meroë die Hauptstadt eines Reichs, in dem für lange Zeit eine Eisenindustrie blühte und das bereits eine alphabetische Schrift entwickelte. Auch nach der Eroberung Ägyptens durch die islamischen Araber (640/41) hielten
sich im Sudan, der jetzt Nubien genannt wurde, christliche Königreiche; Dongola wurde erst 1315, das weit südlich gelegene Aloa 1504 islamisch. Andere Teile des Sudan, insbesondere der Zentralsudan und die westliche Wüste, bleiben lange Zeit isoliert und unabhängig. Der Süden des Landes, der vom Norden durch den Sudd - eine riesige Sumpflandschaft, getrennt ist - wird erst im 19. Jahrhundert, beispielsweise ab 1869 durch den britischen Forscher S.W. Baker (im Auftrag des ägyptischen Khediven Isma'il), erforscht.
Ägyptische Truppen Muhammad Alis erobern 1819 - 1822 Nubien, Sinnar und Kurdufan. Von 1899 bis 1955 untersteht der Sudan - ähnlich einer Kolonie - Großbritannien bevor das Land 1956 seine Unabhängigkeit erhält. Der Sudan wird von Norden nach Süden von der Beckenlandschaft des Nils mit weiten Ebenen durchzogen, die im Nordosten von den rund 2.000 m hohen Randgebirgen der Ostsaharischen Schwelle, im Osten vom äthiopischen Hochland und im Süden vom ostafrikanischen Hochland begrenzt werden. In den nördlich gelegenen Teilen des Sudan herrscht ganzjährige Trockenheit, lediglich vereinzelte winterliche Niederschläge sind hier zu verzeichnen. In den mittleren Landesteilen herrscht ein
semiarides Klima mit sommerlichen Niederschlägen von 100 - 600 mm vor. |