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| Palästina auf der Expo 2000 in Hannover. |
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Palästinensische Autonomiegebiete
gegründet 1994 (gem. palästin.-israel. Grundsatzabkommen)
Fläche: 6.000 qkm - Einwohner: ca. 3 Mio. Auf dem Territorium des historischen Palästinas (Galiläa, Samaria und Judäa) sind heute der 1948 gegründete Staat Israel, das 1988 von Jordanien an die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) abgetretene, seit 1967 von Israel besetzt Westjordanland, sowie der ebenfalls seit 1967 unter israelischer Kontrolle befindliche Gaza-Streifen angesiedelt. Als die grundlegende Vereinbarung für einen dauerhaften Frieden zwischen Israel und den Palästinensern gilt das zwischen der PLO und Israel im September 1993 abgeschlossene Grundsatzabkommen (Declaration of Principles). Das Interimsabkommen vom Mai 1994 regelt in der Folge die Entstehung des Staates Palästina auf dem Territorium des Gazastreifens und der Stadt Jericho ("Oslo I"). Aufgrund des 2. Teilabkommens zwischen der PLO und Israel vom Oktober 1995
("Oslo II") übernimmt die "Palestine National Authority" die Kontrolle über die wichtigsten Städte der Westbank (Bethlehem, Jenin, Kalkilijah, Nablus, Ramallah, Tulkarem) sowie über Gebiete dieser Region mit ausschließlich palästinensischer Bevölkerung. In Folge der Terroraktionen palästinensischer Fundamentalisten in Israel im Frühjahr des Jahres 1996 einerseits und des Wahlsieges von Benjamin Netanyahu im Mai desselben Jahres andererseits wird der Teilabzug israelischer Truppen aus Hebron verschoben, während Israel gleichzeitig über die palästinensischen Gebiete eine rigorose Absperrung verhängt. Die am 20. Januar 1996 unter internationaler Kontrolle abgehaltenen Wahlen bestätigen den Vorsitzenden der PLO, Yassir Arafat, als Präsidenten des Ministerrates und Vorsitzenden eines 88 Abgeordnete umfassenden "Legislative Council"
(Parlament). Das Abkommen vom 15. Januar 1997 regelt schließlich den Teilabzug der israelischen Streitkräfte aus Hebron sowie einen dreistufigen Rückzugsplan der israelischen Armee aus ländlichen Regionen des Westjordanlandes (März 1997 bis August 1998). Israelische Wohnbauprojekte in Ost-Jerusalem, Anschläge der proiranischen Hamas im Westteil der Stadt sowie ein aus palästinensischer Sicht als ungenügend angesehener israelischer Vorschlag für weitere Truppenabzüge aus der Westbank führen 1997 zu einem weitgehenden Stillstand in den Friedensverhandlungen. Periodisch verhängte Absperrungen der Palästinensischen Autonomiegebiete durch Israel erhöhen die Arbeitslosigkeit und verzögern die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Nach dem im Oktober 1998 mit Israel abgeschlossenen Wye-River-Memorandum kann der internationale Flughafen in Gaza
im November 1998 seinen Betrieb aufnehmen, erstmals können direkt Ein- und Ausfuhren getätigt werden. Die vereinbarte Übergabe von weiteren Gebieten in der Westbank seitens Israel an die Autonomiebehörden wurde bis dato nicht implementiert. Geografisch gesehen bildet den zentralen Teil Palästinas ein von Norden nach Süden reichendes, weithin verkarstetes Bergland mit Höhen um 1.200 m, das durch die Jesreel-Ebene in einen Nord- und einen Südteil unterteilt wird. Nach Osten hin fällt es zu einer rund 10 km breiten Ebene am Jordangraben und am Toten Meer ab. Im Westen schließlich ist eine dicht besiedelte Küstenebene vorgelagert in deren nördlichem Teil sich der Bergrücken des Karmel erstreckt. |