| Auf Basis der Verfassung von 1962 ist Kuwait ein erbliches Emirat; die gesetzgebende Gewalt liegt beim Emir und der Nationalversammlung, die sich aus 50 Mitgliedern zusammensetzt, die aus freien, geheimen Wahlen hervorgehen. Die Abgeordneten haben u.a. das Recht der Gesetzesinitiative, der Budgetkontrolle und können einen Minister durch ein Mißtrauensvotum zum Rücktritt zwingen.
Das 1985 gewählte Parlament wurde nach nur einem Jahr durch den Emir 1986 aufgelöst. Die exekutive Gewalt liegt beim Emir - zugleich Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte -, dem Kabinett und den Ministern. Die öffentliche Verwaltung wird durch eine Aufteilung des Landes in vier Provinzen realisiert. Im August 1990 wurde Kuwait vom Irak besetzt und zur 19. Provinz Iraks erklärt. Eine internationale Streitmacht unter maßgeblicher Beteiligung der USA, Saudi Arabiens, Großbritanniens und Frankreichs befreite Kuwait im Februar 1991. Die 793 brennenden, vom Irak zerstörten, Ölquellen wurden mit internationaler Unterstützung bis November 1991 gelöscht. Der Grenzverlauf zwischen Kuwait und dem Irak wurde 1992 durch eine UN-Kommisson neu festgelegt.
Profilbestimmend für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes sind seine Erdölvorkommen bzw. -reserven, denn die günstigen Förderbedingungen werden annähernd von keinem OPEC-Land erreicht. |