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| Petra, Felsenstadt der Nabatäer, Jordanien. |
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Haschimitisches Königreich Jordanien
al-Mamlaka al-Urdunniyya al-Haschimyya
unabhängig seit dem 22.03.1946
Fläche: 92.000 qkm - Einwohner: 4,4 Mio.
Hauptstadt: Amann - Einwohner: 1,3 Mio.
Währung: 1 DM = ca. 0,37 jordanische Dinar (JD) Die Geschichte Jordaniens ist seit dem Altertum eng mit der historischen Entwicklung Syriens und Palästinas verbunden. Das Land stellte das Hauptdurchzugsgebiet von Heeren und Handelskarawanen dar. Mit den arabisch-islamischen Eroberungen wurde die Region im 7. Jhd. n. Chr. dem Khalifenreich einverleibt, während der Osmanischen Herrschaft (1516-1918) größtenteils zur osmanischen Provinz Damaskus gehörte. Nach dessen Zusammenbruch zum Ende des 1. Weltkrieges war es von 1918-1920 teil des Syrischen Königreiches, ehe dem britischen Mandatsgebiet Palästina angegliedert wurde. Drei Jahre später (1923) trennte Großbritannien das Ostjordanland, das sogenannte Transjordanien, von Palästina ab und erklärte es zu einem selbständigen Mandat - natürlich unter britischer
Oberherrschaft ehe es sich 1946 mit der Etablierung eines unabhängigen Königreichs Jordanien einverstanden erklärte. 1948 kam es zum Palästinakrieg, an dem Jordanien an der Seite der Staaten der Arabischen Liga teilnahm und annektierte jenen Teil Palästinas, der 1947 von den Vereinten Nationen für die Schaffung eines arabischen Staates Palästina (Westjordanland einschließlich der Altstadt von Jerusalem) vorsahen. 1950 proklamierte das Parlament mit der Vereinigung von Transjordanien mit dem Westjordanland das Haschemitische Königreich. Im Verlauf des Sechs-Tage-Krieges 1967 besetze Israel das Westjordanland und die Altstadt von Jerusalem. Im Winter 1970 führte die jordanische Armee einen blutigen Feldzug gegen die Palästinenser im Land, nachdem es zu heftigen Spannungen zwischen dem palästinensischen Widerstand und der jordanischen Regierung gekommen
war. Der Plan einer Wiederherstellung des Königreiches mit samt dem Westjordanland wurde 1974 von Hussain II. offiziell fallengelassen und die PLO von Jordanien als legitime Interessenvertretung der Palästinenser anerkannt. Trotz seiner engen Verbindungen zu den USA lehnte Jordanien das Camp-David-Abkommen ab und bestand auf einer umfassenden Lösung auf Basis der UNO-Resolutionen. Die Mitte der achtziger Jahre einsetzenden Friedensgespräche fanden die jordanische Unterstützung und mit der Auflösung aller existierenden Bindungen zum Westjordanland machte Hussain II. 1988 den Weg frei für die Proklamierung des Staates Palästina durch die PLO.
Die landschaftlichen Besonderheiten Jordaniens ergeben sich insbesondere aus dem Jordangraben mit seiner tiefsten Stelle am Roten Meer mit 395 m u.M.
Östlich hiervon erhebt sich steil das verkarstete Ostjordanische Bergland, das allmählich in die bis auf 800m abfallende Syrische Tafel übergeht und im Norden Höhen von 1.180m und im Süden von 1.754m (Djabal Ramm) erreicht. Der Abfall nach Westen hin ist von tiefen Wadis zerschnitten und im äußersten Südenverfügt Jordanien über einen direkten Zugang zum Meer über den Golf von Aqaba. Hinsichtlich des Klimas lässt sich Jordanien grob in zwei Einflussbereiche aufteilen: Den westlichen Teil bestimmt mediterranes Klima mit trockenen, warmen Sommern und milden, aber regenreichen Wintern. Der Osten dagegen wird durch trocken-heißes Klima geprägt. |