| Aufgrund seiner geo-strategischen und handelspolitischen Lage gelangte das Land mit Eröffnung des Suezkanals unter französischen Einfluss, mit dem Ziel einen Ausgleich zur britischen Militärherrschaft in Aden zu schaffen.
Der errichtete Hafen am Rande des Suez-Kanals und die 1917 fertiggestellte Eisbahnlinie verholfen der Region zu einem schnellen Aufschwung als Handelszentrum. Erste Möglichkeiten einer eingeschränkten Selbstverwaltung erhielt die Bevölkerung allerdings erst 1956 und erst zu Beginn der 70er Jahre gab Frankreich OAU und UNO, die eine nachhaltige Dekolonalisierung forderten, nach und ermöglichte eine Abstimmung über die Unabhängigkeit. Entscheidenden Einfluss in neuerer Zeit hat der seit 1988 in Somalia tobende Bürgerkrieg. In diesen waren die Vertreter aller auch in Djibouti lebenden Ethnien verstrickt, so dass nahezu unvermeidlich der Konflikt auch nach Djibouti getragen wurde und insbesondere in den Städten zu bewaffneten Auseinandersetzungen führte.
Gleichzeitig liegt das Land in einem Spannungsfeld somalischer und äthiopischer Interessen, die häufig zu Übernahme- bzw. Anschlussgerüchten führten. Trotz aller innen- und außenpolitischen Probleme gilt Djibouti aber als Hort der Stabilität am Horn von Afrika. In wirtschaftlicher Hinsicht ist Djibouti heute eng mit Frankreich verbunden, sowie bilateral mit den USA, der BRD sowie Italien, die das Land mit Entwicklungshilfe unterstützen. |