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Repubik Djibouti
Djibouti auf der Expo 2000 in Hannover.

Djibouti auf der Expo 2000 in Hannover.

Republik Djibouti
unabhängig seit dem 27.06.1977
Fläche: 21.783 qkm - Einwohner: ca. 500.000
Hauptstadt: Djibouti-Stadt - Einwohner: ca. 200.000

Djibouti darf mit Recht als einer der kleinsten Staaten - wenn nicht gar als Stadtstaat - auf dem afrikanischen Kontinent charakterisiert werden.
Rund 75% der Einwohner leben in Djibouti-Stadt und den anderen Städten (Tadjoura, Obock, Ali Sabieh und Dikhil) während der Rest einer nomadischen Lebensweise im dünn besiedelten, nahezu ressourcenlosen Hinterland, verhaftet ist.

Das Klima ist extrem: Einige Gebiete Djiboutis mit Temperaturen um 50°C gelten als die heißesten der Erde. Ansonsten liegen die Durchschnittstemperaturen zwischen 25°C in den Winter- und um 35°C in den Sommermonaten. Niederschläge sind zum Teil - trotz eines Jahresmittels von 125 mm - so heftig, dass Teile des Landes und Djibouti-Stadt - unter Wasser stehen. Diese Gegebenheiten führen dazu, dass es ein Dauerbewuchs nur in den Bergen (1.300 bis 2.000 m) anzutreffen ist.

Monats-
mittel in °C
Januar April Juli Oktober Dezember
Djibouti 25 29 36 29 25,5

Aufgrund seiner geo-strategischen und handelspolitischen Lage gelangte das Land mit Eröffnung des Suezkanals unter französischen Einfluss, mit dem Ziel einen Ausgleich zur britischen Militärherrschaft in Aden zu schaffen.

Republik Djibouti

Republik Djibouti.

Der errichtete Hafen am Rande des Suez-Kanals und die 1917 fertiggestellte Eisbahnlinie verholfen der Region zu einem schnellen Aufschwung als Handelszentrum. Erste Möglichkeiten einer eingeschränkten Selbstverwaltung erhielt die Bevölkerung allerdings erst 1956 und erst zu Beginn der 70er Jahre gab Frankreich OAU und UNO, die eine nachhaltige Dekolonalisierung forderten, nach und ermöglichte eine Abstimmung über die Unabhängigkeit.

Entscheidenden Einfluss in neuerer Zeit hat der seit 1988 in Somalia tobende Bürgerkrieg. In diesen waren die Vertreter aller auch in Djibouti lebenden Ethnien verstrickt, so dass nahezu unvermeidlich der Konflikt auch nach Djibouti getragen wurde und insbesondere in den Städten zu bewaffneten Auseinandersetzungen führte.
Gleichzeitig liegt das Land in einem Spannungsfeld somalischer und äthiopischer Interessen, die häufig zu Übernahme- bzw. Anschlussgerüchten führten. Trotz aller innen- und außenpolitischen Probleme gilt Djibouti aber als Hort der Stabilität am Horn von Afrika.

In wirtschaftlicher Hinsicht ist Djibouti heute eng mit Frankreich verbunden, sowie bilateral mit den USA, der BRD sowie Italien, die das Land mit Entwicklungshilfe unterstützen.

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Michel Leiris: Tagebücher 1922 - 1989.
Gr. 8°. 636 S. Literaturverlag Droschl 1996

Eines der maßgeblichen Tagebücher in diesem Jahrhundert.

Michel Leiris, geboren 1901 in Paris. Er gehörte in den 20er Jahren der Surrealisten-Gruppe an, unternahm 1931 bis 1933 eine ethnologische Forschungsreise durch Afrika und leitete lange Jahre die Schwarzafrika-Abteilung des Musee de l'Homme in Paris, wo er 1990 verstarb.

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