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| Hochgebirgskette, Afghanistan. |
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Islamische Republik Afghanistan
Djumhuri-ye Islami-ye Afghanistan
unabhängig seit 1919
Fläche: 650.000 qkm - Einwohner: ca. 16 Mio.
Hauptstadt: Kabul - Einwohner: ca. 3 Mio.
Währung: 1 DM = 45 Afghani Während der Antike wurde Afghanistan mehrmals von asiatischen Reitervölkern dominiert und unterstand in der Folge immer häufiger wechselnden Mächten: Persien, Baktrien und Indien. Im 10. bis 12. Jhd. n. Chr. entstand erstmalig ein eigener Staat unter den Ghaznaviden und den Ghuriden, der um 1300 n. Chr. von Tschingis Chan und Timur verheert wurde. Die neuere Geschichte Afghanistans erklärt sich weitgehend aus seiner geographischen Lage, den gewaltigen Gebirgen des Hindukusch mit seinen idealen Rückzugräumen für die z.T. miteinander verfeindeten ethnischen Gruppen und gilt bereits seit Jahrhunderten als rein muslimisches Gebiet - von Nuristan abgesehen, das erst 1890 zum Islam bekehrt wurde, aufgrund seiner Größe jedoch keine Herausforderung darstellte. Wie auch Pakistan wird das Land vom Islam sunnitischer Prägung (hanafitische Rechtsschule) bestimmt. Obwohl nahezu von muslimischen Ländern umgeben verstand sich Afghanistan jahrhundertlang als Festung des Glaubens und riegelte sich von seiner Außenwelt weitestgehend ab. Die natürlichen Rückzugsräume begünstigten den Fortbestand zahlreicher ethnischer Gruppierungen, deren Auseinandersetzungen ein wichtiger Bestimmungsgrund der afghanischen Geschichte sind. Verantwortlich für die Isolation sind in moderner Zeit die der britische und russische Kolonialismus, gegen den die Afghanen einen Zweifrontenkrieg führten. Afghanistan bildet den östlichen Teil des Hochlands von Iran und wird durch den westlichen Flügel der gekrümmten Hochgebirgskette, die den indischen Subkontinent von Zentralasien trennt, in zwei Teile
zerschnitten. |
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mittel in °C |
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| Mit Ende des 2. Weltkriegs, der Unabhängigkeit Indiens und der Bildung Pakistans, stand das Land vor einer Reihe von Herausforderungen und Problemen auf die mit einem Modernisierungskurs in nie dagewesenem Ausmaß reagiert wurde.
Durch einen Putsch kam 1978 schließlich die kommunistische Demokratische Volkspartei an die Macht, die eine radikale Umgestaltung der traditionellen Gesellschaftsstrukturen einleitete. Der aufkommende Widerstand aus Kreisen einer konservativ-islamisch orientierten Bevölkerung mündete in einen bewaffneten Aufstand mit bürgerkriegsähnlichen Unruhen. Nachdem die Lage im Land immer undurchsichtiger wurde marschierten 1979, angeblich auf Einladung der Regierung, starke sowjetische Truppenverbände in Afghanistan ein. Die Behauptung des afghanischen Widerstands gegen die Sowjetunion hat die religiöse Situation im Land auch in der Folgezeit zutiefst beeinflusst: Bereits die Bedrohung der eigenen nationalen Identität Afghanistans durch die Russen führte bei vielen
Intellektuellen zu einer Re-Identifiezierung mit dem Islam und sei es nur im Sinne eines gemeinsamen kulturellen Erbes. - In der Folge erlangten im September 1996 die Taliban - seit 1994 ein regionaler Machtfaktor im Süden - die Macht über 2/3 des Landes. Aufgrund der bis heute ungeklärten Machtverhältnisse, der stark fluktuierenden territorialen Machtausübung einzelner Gruppen, insbesondere der Taliban-Milizen, rät das Auswärtige Amt: "Wegen der Sicherheitslage und aufgrund von Drohungen gegen Ausländer rät das Auswärtige Amt weiterhin allen deutschen Staatsangehörigen, die sich ohne zwingende Gründe in Afghanistan aufhalten, das Land zu verlassen." |
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